"Himmelsgruß" - unser wöchentlicher Impuls

26./27. September 2020 - Mach dein "Nein" zum "Ja"

[…] Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!
Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht.
Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn, und er ging doch.
[…] Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.
 Mt 21, 28-30

[Bild: BILD: CC-BY Max Aman]

 

Jesus richtet sein heutiges Gleichnis an die Pharisäer, denn sie wissen im Prinzip, dass es die Möglichkeit zur Umkehr gibt. Andererseits lehnen sie Johannes den Täufer und seine Umkehrbewegung für das „einfache“ Volk ab.

 

Die beiden Aussagen der Söhne unterscheiden sich, trotz der Verneinung durch das Wort „will“. Es geht Jesus auch um unseren Willen als Menschen.

 

Jeder einzelne von uns hat einen freien Willen, der natürlich auch durch äußere Umstände eingeschränkt wird. Aber an sich bin ich in meiner Entscheidung frei. Ich kann mein „Nein“ durch ein „Ja“ ersetzen.

 

Es gibt viele Christen, die mit der Botschaft und der Kirche zuerst wenig anfangen konnten und später in der (Erwachsenen)Taufe, oder nochmals bewusst für sich, „JA“ zu Gott sagen. Es gibt nicht nur diesen einen Weg, der uns zu Gott führt. Nicht das frühe „JA“, bringt mich ihm näher, sondern das bewusste „JA“. Die bewusste Entscheidung als Christ/in die Botschaft zu leben und weitertragen zu wollen. Vielleicht treffen sie wieder auf Menschen, die noch ringen und auch ihr „Nein“ durch ein „JA“ ersetzen wollen.

 

Katharina Hilsenbeck

Pastoralassistentin im Vorbereitungsdienst in St. Clemens und St. Vinzenz

(Foto: privat)